März 2014: Was war los im Netz?

01.03.  Das vernetzte Auto wird zum Zukunftsmarkt. Die Branche arbeitet beispielsweise an selbstfahrenden Fahrzeugen, „Co-Piloten“ und zahlreichen anderen Online-Applikationen. Ein Manager des Autozulieferers Bosch spricht in einem dpa-Interview von einem Milliardengeschäft in den kommenden Jahren.

01.03.  Verschwinden Papierdrucker? Damit rechnet zumindest Kevin Curran vom Institute of Electrical and Electronics Engineers. Grund sei die Verbreitung von immer günstigeren Tablets, die den Trend zum digitalen Dokument beschleunigten.

03.03.  Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat seit 2009 eine Milliarde US-Dollar von 5,7 Millionen Unterstützern für verschiedenste Projekte bekommen.

06.03.  Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA haben auf einen Computer zugegriffen, der nur vom Geheimdienstausschuss des US-Senats benutzt werden sollte. Ziel der Aktion war wahrscheinlich eine Untersuchung des Senats zur Misshandlung von Terrorverdächtigen durch die CIA.

06.03.  Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat 2013 die meisten Patente in der EU angemeldet. Das geht aus der Statistik des Europäischen Patentamts (EPA) hervor. Es folgen Siemens, Philips, LG, BASF und Bosch. Schon 2013 hatte es eine Rekordanzahl der Patentanträge gegeben.

06.03.  98 Prozent der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland sind online, so das Ergebnis einer Studie des Sinus-Instituts. In der Gesamtbevölkerung sind es 81 Prozent. Viele Jugendliche können laut Studienautorin nicht genau sagen, wann sie eigentlich online oder offline sind.

07.03.  Die Bundesregierung hat auf Druck der USA das Fernmeldegeheimnis aufgeweicht, erklärte der US-Whistleblower Edward Snowden schriftlich auf Fragen des EU-Parlaments. Außerdem bestätigt Snowden NSA-Abhörangriffe auf Institutionen der EU und der Vereinten Nationen, etwa auf UNICEF.

12.03.  Das EU-Parlament stimmt mit großer Mehrheit für die geplante EU-Datenschutzreform. Nun liegt der Ball bei den EU-Staaten, die noch keine gemeinsame Position gefunden haben. Die Reform soll den Datenschutz EU-weit vereinheitlichen, teilweise verschärfen und neue Sanktionen schaffen.

12.03.  Das EU-Parlament verurteilt in einer rechtlich nicht bindenden Entschließung zur NSA-Affäre die „in gigantischem Ausmaß erfolgte systematische und pauschale Erfassung der personenbezogenen, oft auch intimen persönlichen Daten unschuldiger Menschen“. Das Parlament droht, dem geplanten Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) nicht zuzustimmen, sollte die US-Massenüberwachung weitergehen.

13.03.  Der Brite Tim Berners-Lee machte am 13. März 1989 am Genfer Kernforschungszentrum CERN den Vorschlag, ein Hypertext-Informationssystem einzurichten. Am CERN wird der Tag als Geburtsstunde des World Wide Web gefeiert. Demnach hat das WWW heute seinen 25. Geburtstag.

13.03.  Facebook-Chef Mark Zuckerberg beklagt sich über die US-Internetspionage. „Ich habe Präsident Obama angerufen und meine Frustration darüber zum Ausdruck gebracht, welchen Schaden die Regierung für unser aller Zukunft anrichtet“, so Zuckerberg auf seinem Facebook-Profil. Die US-Regierung müsse viel transparenter sein, sonst erwarteten die Leute „das Schlimmste“.

14.03.  Russland verbietet mehrere regierungskritische Webseiten, auf denen die Opposition zu Wort kommt. Bürgerrechtler kritisieren die Beschränkung der Meinungsfreiheit.

18.03.  Facebook arbeitet an einer neuen Gesichtserkennungssoftware: Deepface soll Gesichter ähnlich gut erkennen können wie ein Mensch. In Europa stoppte Facebook 2012 die Gesichtserkennung für Fotos der Nutzer, nachdem sie bei Datenschützern in die Kritik geraten war.

20.03.  Die Bundestagsfraktionen setzen gemeinsam einen Untersuchungsausschuss zur NSA-Affäre ein. Der Ausschuss soll sich mit den Tätigkeiten der Spionageallianz von USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland befassen. Auch die Rolle der deutschen Dienste BND, MAD und Verfassungsschutz stehen auf dem Prüfstand.

26.03.  US-Whistleblower Edward Snowden hält die geplante Reform der US-Geheimdienste für einen Wendepunkt. Diese sieht unter anderem vor, dass die NSA US-Telefondaten nicht mehr selbst sammelt, sondern sie nur per Gerichtsbeschluss von Telekom-Unternehmen anfordern kann. Allerdings findet Snowden den Entwurf unvollständig: Die massenhafte Überwachung von Nicht-US-Amerikanern werde nicht beschränkt.

27.03.  Britische Regierungsbeamte setzten die Zeitung The Guardian massiv unter Druck, Erkenntnisse Edward Snowdens nicht zu veröffentlichen. „Uns wurde angedroht, dass wir dichtgemacht würden. Wir wurden beschuldigt, die nationale Sicherheit und das Leben von Menschen zu gefährden“, schilderte der stellvertretende Chefredakteur Paul Johnson auf einer Konferenz.

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