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Multimedia-Storytelling – Das Jahr 1 nach der Lawine

Für Geschichtenerzähler aus Amerika begann das Jahr bereits am 20. Dezember 2012. An diesem Tag stellte die New York Times „Snow Fall – The Avalanche at Tunnel Creek“ ins Netz. Sie stieß damit das Tor auf zu einer neue Ära.

von Kai Schächtele

Das Feature erzählt die Geschichte von 16 Ski- und Snowboardfahrern, die sich an einem Februartag des Jahres 2012 aufmachen zum Gipfel des Cowboy Mountain in den Kaskaden, etwa 120 Kilometer östlich von Seattle. Abfahren wollen sie nicht über das Skigebiet Stevens Pass, sondern über den Tunnel Creek, auf dem Rücken des Cowboys. Doch was als eine traumhafte Abfahrt durch unberührten Pulverschnee beginnt, endet in einem Fiasko. Die Gruppe wird von Schneemassen in den Abgrund gerissen.

Was die New York Times daraus gemacht hat, ist ein Meilenstein im Multimedia Storytelling. In sechs Kapiteln protokolliert der Reporter John Branch das Geschehen. Nicht allein in einer ausführlichen Reportage, die detailliert den Hergang schildert, sondern auch in Videointerviews mit den Beteiligten. Mit Animationen, bei denen man zur Orientierung im Gelände sanft über die Berggipfel gleitet, als säße man in einem Segelflugzeug. Mit animierten Grafiken, die die Entstehung von Lawinen beschreiben. Mit Videomaterial aus einer an einem Skihelm befestigten GoPro-Kamera. Mit animierten Wetterkarten. Und mit der Darstellung einer Lawine, der man in Echtzeit beim Abgehen zusehen kann. Vielmehr: muss.

Eine Technik aus den 1940ern im Web neu entdeckt

All das ist integriert in eine Technik, die die einzelnen Elemente jeweils erst offenbart, wenn sie an der Reihe sind. Der Leser … nein. Der Zuschauer … trifft es auch nicht. Am ehesten noch: Der Bestauner scrollt abwärts, folgt dem Lauf des geschriebenen Textes und sieht dabei zu, wie Animationen und Bilder ins Blickfeld hineingleiten und wieder verschwinden. Immer tiefer wird er auf diese Weise hineingezogen in eine Erzählform, deren Anfänge in den 1940er-Jahren liegen. Beim „Parallax Scrolling“ werden verschiedene Ebenen so kunstvoll miteinander verwoben, dass das Ergebnis mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

Damit markiert das Jahr 2013 eine Zäsur. Hinter uns liegt eine Zeit, in der viele mit den Möglichkeiten des multimedialen Erzählens experimentiert haben. Der überragende Wert des Netzes besteht darin, dass jede Geschichte genau die Form findet, die am besten zu ihr passt. Doch viele Projekte wirkten in der Vergangenheit weniger wie eine sinnvoll aufgebaute Erzählung als wie eine Leistungsschau, bei der Journalisten, Filmer und Programmierer demonstrieren wollten, was jeweils in ihnen steckt. Bei „Snow Fall“ dagegen werden Text, Ton, Fotografie, Animation, Grafik und Bewegtbild virtuos miteinander verwoben. Schon vorher gab es Projekte, die sich dieser Technik bedient hatten. Erst durch „Snow Fall“ wurde sie einem weltweiten Publikum bekannt.

Doch bei aller Begeisterung: Das Projekt fordert sein Publikum auch ziemlich heraus. Will man sich dem Stück mit der gebotenen Aufmerksamkeit widmen, muss man dabei die Zeit investieren, die man auch für einen guten Dokumentarfilm braucht. Wer kann und will sich die nehmen, tagsüber im Büro, abends mit dem Laptop auf den Oberschenkeln? Die Geschichte wurde zwar bald darauf auch als E-Book veröffentlicht und verwandelte sich damit gewissermaßen in das Pendant zur Single-Auskopplung eines Musik-Albums. Doch in der iPad-Version schnurrt das Feature zusammen auf die Substanz des Textes. Von dem Zauber der Multimedialität bleibt nichts übrig.

Auch das ist eine Erkenntnis dieses Jahres: Die Instrumente sind inzwischen ausgereift, um jede Geschichte in das ihr angemessene Gefäß zu gießen. Doch wir haben noch nicht die passenden Geräte, um das Ergebnis in einer Weise zu präsentieren, dass sie auch den vollen Zauber ausbreiten können.

Und trotzdem war zu spüren, dass „Snow Fall“ einen Standard gesetzt hatte. Nur wenige Monate später stellte der Guardian „Firestorm“ ins Netz. Das Feature erzählt die Geschichte einer Feuersbrunst, die Anfang Januar über Tasmanien wütete. Internationale Berühmtheit erlangte die Katastrophe durch ein Foto, das Tammy Holmes zeigt, die mit ihren fünf Enkelkindern unter einem Steg im Wasser kauert. Eingehüllt ist die Szenerie in das surreale Orange des Feuers. „Firestorm“ erzählt die Geschichte hinter diesem Bild – in einer so dramatischen und direkten Weise, dass man beinahe das Gefühl bekommt, selbst vor Ort gewesen zu sein.

In Deutschland setzen einzelne Web-Pioniere die Standards

Sieht man sich in Deutschland nach solchen Leuchttürmen um, steht man schnell im Dunkeln. Im Sommer veröffentlichte Zeit Online die liebevoll produzierte Hommage an die Tour de France zu deren hundertjährigem Jubiläum. Mit schön geschriebenen Porträts dreier Autoren, Filminterviews mit den Protagonisten, Videos aus der Tour-Geschichte und hübschen Ideen, wie einer animierten Zeitleiste, auf der man sich mit einem Schieber durch die Evolution der Rennräder bewegen kann. Das Projekt ist ein guter Beweis dafür, dass es in Deutschland nicht am Talent und der Leidenschaft der Kreativen liegt, dass so wenig Innovatives entsteht – sondern an der Weigerung vieler Verlage zu investieren.

Es sind hierzulande immer noch vor allem Web-Pioniere wie Uwe H. Martin, die die Standards setzen. Jahrelang hatte der Fotograf aus Hamburg über die tragische Situation indischer Baumwollbauern recherchiert, die die Kommerzialisierung des Saatguts zu Tausenden in den Selbstmord treibt. Auf eigene Kosten und mit der Hilfe von Stipendien hatte Martin sie besucht und interviewt.

In diesem Jahr erlebte er gleich in zweifacher Hinsicht, dass sich das Durchhalten gelohnt hat. Nicht nur kaufte das Magazin Geo seine Filme, Fotos und eine Reportage und verarbeitete das Material unter anderem zu der beeindruckenden iPad-Reportage „Der Stoff, der über das Leben entscheidet“. Martin gewann damit auch zwei Preise: den „Salus-Medienpreis“ und den „Deutschen Medienpreis Entwicklungsarbeit“, bei dem er auch Teams öffentlich-rechtlicher Sender aus dem Rennen warf. Und was nicht minder schön ist: Geo bezahlte dafür sogar ein seriöses Honorar. Das ist in Deutschland immer noch eine Nachricht.

Wie soll so Innovatives entstehen?

Das beweist das Projekt der Filmemacherin Lela Ahmadzai, die in Afghanistan aufgewachsen ist. In dem aufwühlenden, knapp sechs Minuten langen Film „Stille Nacht“ zeigt sie die Gesichter hinter dem Amoklauf des Amerikaners Robert Bales. Am 11. März 2012 erschoss der Sergeant in Kandahar 16 Menschen. Der Film, zu dem es auch eine Website gibt, die die Hintergründe der Tat beleuchtet, stellt einen Bauern vor, der seine Mutter, seine Frau und sechs Kinder verlor. Und zeigt einen Sohn, der eine Nacht lang neben der Leiche seines Vaters kauerte. Fertig wurde er zum Jahrestag des Massakers.

Inhaltlich ist er von einer Intensität, ästhetisch von einer Kunstfertigkeit, dass man die Augen nicht abwenden kann. Die Produktionsfirma 2470media, die den Film gemeinsam mit Ahmadzai produziert hatte, schlug den Film vergeblich mehreren Verlagsportalen als redaktionellen Beitrag an. Damit er wenigstens ein breites Publikum findet, entschied sie sich schließlich, ihn kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dieses Angebot nahmen mehrere Portale an. Wie man unter solchen Umständen wegweisende Webprojekte entwickeln kann, ist ein Geheimnis, das die Verlage vielleicht im kommenden Jahr lüften werden.

In der ursprünglichen Version stand, dass der Film auch ZEIT Online angeboten worden sei, wo er als „Netzfilm der Woche“ präsentiert wurde. Diese Information ist falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Kai Schächtele

Foto: Thomas Duffé

Kai Schächtele, 39, ist Journalist und Buchautor aus Berlin. 2011 war er gemeinsam mit Christian Frey mit dem Blog wintermaerchen2010.com zur Fußball-WM in Südafrika für den „Grimme Online Award“ nominiert. Die Tickets für die WM in Brasilien sind bereits gebucht.

14 Reaktionen auf Multimedia-Storytelling – Das Jahr 1 nach der Lawine

  1. Matthias Krause auf Dezember 5, 2013 bei 8:46 am says:

    Snow Fall war ja huebsch – aber mal ehrlich, wer hat es wirklich bis zum Ende gelesen/konsumiert? Und die Geschichte mit 2470Media zeigt, das Zeitonline auch nicht besser ist als die Huffpost… Der ganze Multimediaquatsch ist viel zu aufwaendig, um etwas anderes zu sein, als ein Leuchtturmprojekt. Ich sehe nur zwei Dinge, die derzeit laufen: Buzzfeed und das Stiftungsmodell (wobei man ja Bezos und Omidyar in gewisser Weise auch dazu zaehlen kann).

  2. Sebastian Moll auf Dezember 5, 2013 bei 8:48 am says:

    Fand diesen Text ganz interessant. Fazit: Unsere Lesegewohnheiten halten mit den ganzen technischen Möglichkeiten gar nicht mit. Und im Nachahmen traditioneller Medien (Buch) sind die neuen Medien immer noch schlechter als die Originale. Sprich: Für die lange Form gibt’s noch immer nichts besseres als das Heft oder das Buch.

    • Sebastian Moll auf Dezember 5, 2013 bei 8:49 am says:

      Im Übrigen hat John Branch mir erzählt, dass an der Lawinen Story 16 Leute mehrere Monate gearbeitet haben. Das sind alleine an Personalkosten ein paar 100,000 Dollar. Verdient wurde damit nicht annähernd so viel und für den täglichen Einsatz im Nachrichtengeschäft ist das alles noch viel zu behäbig und kompliziert. Insofern stimme ich Matthias’ Leuchtturm These zu. Die Times kann sich das mal ais Prestigeprojekt leisten. Das war’s dann aber schon.

  3. Michael Hauri auf Dezember 5, 2013 bei 8:49 am says:

    Lieber Matthias Krause, zu deiner Beruhigung: Die Recherche und der Dreh in Afghanistan für die genannte Multimedia-Reportage von 2470media (“Stille Nacht”) wurde komplett vom SPIEGEL und von der Los Angeles Times bezahlt. Das Konzept und die Postproduktion haben wir querfinanziert mit anderen Aufträgen. Neben zeitonline haben u.a. stern.de, 20min.ch, taz.de und derstandard.at über Lelas Arbeit und das Projekt geschrieben und dabei mit unserer Erlaubnis das auf dem 2470media-Account bei vimeo gehostete Video eingebettet. Dieses Vorgehen halte ich für legitim. Oder findest du es besser, wenn ein aufwändig erstellter Online-Beitrag aus einem Kriegsgebiet nur von ein paar hundert Leuten angeschaut wird?

  4. Matthias Krause auf Dezember 5, 2013 bei 8:50 am says:

    Das ist halt immer die Frage, Michael. Wie viele Viewer hat denn die “Kooperation” mit Zeit Online gebracht? Natuerlich wuensche ich Euch fuer Eure Arbeit, die ich klasse finde, so viele Viewer wie moeglich. Aber in gewisser Weise schmuecken sich Zeit Online und alle, die es sonst noch fuer lau bekommen, natuerlich mit fremden Federn. Und es ist ja nicht so, dass sie bei Eurem naechsten Projekt freudig bezahlen, oder? Nach meiner Erfahrung ist die Haltung der Kunden eher: einmal umsonst, immer umsonst. Muss sich halt zeigen, ob das ein nachhaltiges Geschaeftsmodell ist. Kann doch fuer Euch eigentlich nur funktionieren, wenn Ihr genug Viewer generiert, die Ihr irgendwie monetarizieren koennt. Die Strasse zu Ruhm, Ehre und Reichtum ist allerdings gepflastert mit Fotografen, die “fuer Exposure” gearbeitet und dabei auf den grossen Durchburch gehofft haben. Anyway, rant off. Macht weiter und habt Erfolg!

  5. Sebastian Moll auf Dezember 5, 2013 bei 8:51 am says:

    Es bleibt letztlich dabei, für hochwertigen Langformat-Journalismus ist letztlich kein Markt da, da können aller Querfinanzierungs Schemata nicht darüber hinweg täuschen. Wenn man’s trotzdem irgendwie zusammen basteln kann – toll. Aber es bleibt “labor of love” wie man hier sagt.

  6. Kai Schächtele auf Dezember 5, 2013 bei 8:51 am says:

    “labor of love” – das ist eine Formulierung, die ich mir merken werde. Eine der großen Fragen der Zukunft wird so gesehen sein, ob es gelingt, auch bei Verlagen und – mehr noch – beim Publikum diese Liebe für solche Formate zu entfachen. Wenn nämlich nicht, hat es auf Dauer einfach keinen Sinn, selbst viel Geld, Zeit und Arbeit in solche Projekte zu stecken. Alles andere wäre dann nur Augenwischerei.

  7. Ralf auf Dezember 5, 2013 bei 10:45 am says:

    Ich verstehe das nicht: Der Text erweckt den Eindruck, als hätte Zeit online den Film in Auftrag gegeben, ihn dann aber nicht bezahlen können/wollen? Nach dem Kommentar von Michael Hauri haben die Macher aber den Film von sich aus online gestellt, nachdem er schon finanziert war und Zeit Online und andere sind überhaupt erst dadurch darauf aufmerksam geworden. Interessanter wäre die Frage, ob die Macher Zeit online denn bereits vor der Produktion kontaktiert hatten.

    Die Argmentation am Ende finde ich jedenfalls nicht schlüssig: Denn offenbar konnte in diesem Fall ja auch “unter diesen Umständen” ein “wegweisendes Webprojekt” entwickelt werden. Das, wie ich den Kommentar von Herrn Hauri verstehe, letztlich ja auch von Verlagen finanziert wurde.

  8. Kai Schächtele auf Dezember 5, 2013 bei 2:37 pm says:

    Hallo Ralf, ich weiß nicht, woraus Du liest, dass Zeit Online den Film in Auftrag gegeben hätte. Das steht nicht im Text. Was da steht, ist, dass Zeit Online den Film aus finanziellen Gründen abgelehnt, ihn später aber als Netzfilm der Woche präsentiert hat. Der Redaktion ist das auch gar nicht vorzuwerfen. Offensichtlich wollte sie den Beitrag zeigen, sonst hätte sie ihn nicht zum Netzfilm der Woche erklärt. Und 2470 hatte wie geschrieben ein Interesse daran, dass der Film wenigstens gesehen wird. Fakt ist aber, dass es für solche Formate nach wie vor keine oder nur zu geringe Budgets gibt und 2470 die Arbeit an dem Film deshalb selbst quersubventioniert hat. Das ist der Umstand, auf den sich die Argumentation am Schluss gründet.

  9. Eike Kühl auf Dezember 5, 2013 bei 7:54 pm says:

    Lieber Kai, ich betreibe für ZEIT ONLINE das Netzfilmblog und habe den Film dort gepostet. Du schreibst in obigem Kommentar:

    “Was da steht, ist, dass Zeit Online den Film aus finanziellen Gründen abgelehnt, ihn später aber als Netzfilm der Woche präsentiert hat.”

    Woher hast Du diese Information? Ich wusste von dem Film nichts, bevor 2470media ihn online stellte, und mir ist nicht bekannt, dass ZEIT ONLINE ihn vorher irgendwann und in irgendeiner Form abgelehnt hatte. Ich bitte um Aufklärung.

    • Daniel Nauck auf Dezember 6, 2013 bei 12:31 pm says:

      Hallo Eike,

      lass mich kurz aufklären. Wir haben nachgeschaut und uns ist ein Fehler unterlaufen. Wir haben den Beitrag vielen Häusern vorgeschlagen, nicht aber ZeitOnline. Daher: mit Bitte um Entschuldigung und sorry für das Missverständnis. Alle weiteren Infos bitte dem Post von Michael Hauri entnehmen. Herzliche Grüße Daniel

      • Eike Kühl auf Dezember 6, 2013 bei 3:05 pm says:

        Daniel: Danke für die Aufklärung. Damit sollte die Passage “Zeit Online konnte ihn nur nicht bezahlen” im Originaltext geändert werden, denn sie stimmt schlicht nicht. Schließlich stand dies nie zur Debatte. Ich hätte den Film niemals im Blog gezeigt, wenn ZEIT ONLINE ihn vorher abgelehnt hatte. Denn das wäre in der Tat ziemlich dreist.

        Wie alle Inhalte im Netzfilmblog habe ich den Film über soziale Netzwerke etc. gefunden und anschließend, weil ich ihn gut fand, noch einmal inkl. Interview im Blog vorgestellt. Mit der Annahme, dass die Macher ihn bewusst online gestellt haben, damit ihn ggf. noch ein größeres Publikum sieht. Was ja, wie ich dem Kommentar von Michael Hauri entnehme, auch genau der Fall war.

        • Daniel Nauck auf Dezember 6, 2013 bei 3:31 pm says:

          Ja, Eike, ich denke der Autor liest mit. Dank allemal!

  10. Kai Schächtele auf Dezember 6, 2013 bei 4:51 pm says:

    Hallo Eike, wie ich es in meinem Kommentar gestern geschrieben hatte: Der Text bzw. ich unterstelle der Redaktion, in diesem Fall also Dir, auch keine bösen Absichten. Gleichwohl hat sich die Information, Zeit Online habe den Film zunächst abgelehnt, als falsch herausgestellt. Wir werden das ändern. In der Redaktion ist allerdings niemand mehr erreichbar, weshalb ich bis Montag um Geduld bitten muss. Herzlichen Gruß, Kai

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