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Mai 2013 – Was war los im Netz?

06.05.   Erstmals sind die 3D-Druckdaten einer kompletten Waffe online verfügbar. Dabei handelt es sich um die 9mm-Pistole „Liberator“ der US-Gruppe Defense Distributed. Sie soll künftig auch mit günstigen 3D-Druckern herzustellen sein.

07.05.   Der Verein Digitale Gesellschaft fordert mit einer neuen Webseite ein Recht auf Remix. Demnach soll es erlaubt sein, fremde Werke zu verändern und das neue Endprodukt zu veröffentlichen.

07.05.   Syrien geht komplett offline. Google verzeichnet in dem Bürgerkriegsland für fast einen Tag gar keinen Datenverkehr mehr. Die Ursachen bleiben unklar.

13.05.   US-Präsident Barack Obama will die Erforschung des 3D-Drucks mit millionenschweren Programmen fördern. Die „revolutionäre Technologie“ sei ein Schlüssel für mehr Wachstum und Beschäftigung.

14.05.   Der Online-Händler Amazon führt in den USA eine eigene virtuelle Währung ein, den „Coin“. Damit sollen Kunden Apps und Spiele einkaufen können. Zunächst werden die Coins an Käufer von Amazon-Geräten wie dem Kindle verschenkt.

14.05.   Die Nachrichtenagentur Associated Press wirft der US-Regierung vor, einige ihrer Telefonanschlüsse grundrechtswidrig überwacht zu haben. Die Datenbeschaffung könne etwa Rückschlüsse auf Informanten zulassen. US-Justizminister Eric Holder verteidigt die Operation in einem Fall von „sehr, sehr ernsthaftem“ Geheimnisverrat an die Medien.

14.05.   Der Bundesgerichtshof entscheidet im Streit um die Autovervollständigung von Suchbegriffen gegen Google. Geklagt hatte ein Unternehmer, weil die Suchfunktion neben seinem Namen automatisch die Begriffe „Scientology“ und „Betrug“ vorschlug. Das verstößt laut BGH gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Allerdings müsse Google rechtsverletzende Vorschläge nur nach Hinweis durch Betroffene unterlassen.

15.05.   Das Drohnenprojekt Euro Hawk ist gescheitert. Ursache sind laut Verteidigungsministerium Probleme bei der Zulassung des unbemannten Flugzeugs für den europäischen Luftraum. Die Opposition wirft Minister Thomas de Maizière (CDU) vor, das milliardenschwere Projekt zu spät gestoppt zu haben.

16.05.   2012 hat das Online-Versandhaus Amazon in Großbritannien zwar 4,2 Milliarden Pfund Umsatz gemacht, aber nur 320 Millionen Pfund versteuert. Das berichtet die Zeitung The Guardian. Hintergrund sei die Gewinnverlagerung nach Luxemburg. Zugleich habe Amazon vom britischen Steuerzahler 2,5 Millionen Pfund an Zuschüssen kassiert.

16.05.   In Westeuropa brechen die PC-Verkäufe laut Analysten weiter ein – um 20 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2012. Auch der Absatz mobiler Computer sinkt.

16.05.   Die Vergleichsseite Holidaycheck.de haftet laut Kammergericht Berlin nicht für die Hotelbewertung einer Nutzerin. Das betroffene Hotelunternehmen wollte die Kritik an Qualitätsmängeln verbieten lassen.

17.05.   In Deutschland war jeder sechste Schüler schon einmal Opfer von Mobbing im Internet. Das geht aus einer Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing hervor. Rund 20 Prozent der Schüler geben an, online selbst andere gemobbt zu haben, etwa in sozialen Netzwerken.

20.05.   Google-Chef Eric Schmidt spricht sich für eine internationale Steuerreform aus. Gefragt sei ein Abkommen auf G8-Ebene. Google und andere IT-Konzerne wie Amazon und Apple stehen zunehmend in der Kritik, Gewinne massiv in Steueroasen zu verlagern.

22.05.   2012 wurden in Deutschland erstmals mehr als eine Milliarde Euro in der Online-Werbung umgesetzt – ein Plus von 9 Prozent gegenüber 2011. Das teilt der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) mit. Die Anzeigenumsätze der Tageszeitungen sanken dagegen um 9,1 Prozent auf 3,23 Milliarden Euro.

23.05.   Die US-Musikindustrie hat bei Google mittlerweile 20 Millionen Anträge gestellt, Verlinkungen auf illegal angebotene Musikstücke aus dem Suchindex zu löschen, wie aus Zahlen des Unternehmens hervorgeht.

29.05.   Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar warnt davor, die Situation von Hartz-IV-Empfängern in sozialen Netzwerken auszukundschaften. Keinesfalls dürften dort Jobcenter-Mitarbeiter unter falschem Namen versuchen, an Daten zu gelangen.

29.05.   Europäische Datenschützer sehen in der digitalen Profilbildung eine der größten Gefahren für die Privatsphäre. Das Profiling ermögliche es Firmen nicht nur, die Persönlichkeit der Betroffenen zu analysieren, sondern auch ihr Verhalten vorherzusagen. Die sogenannte Artikel-29-Datenschutzgruppe fordert stärkere Transparenz- und Informationspflichten.

30.05.   In Deutschland nutzt jeder Zweite auch auf privaten Reisen das Internet. Das ergibt eine Forsa-Umfrage. Jeder Zehnte lädt im Urlaub Musik, Filme, oder Bücher herunter.

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